Der Hai - Jäger und Gejagter - Steckbrief Hai

Steckbrief Hai

Verwandtschaft: Haie, Rochen und Chimären (Seeratten) zählen zu den Knorpelfischen.

Biodiversität: Über 460 Arten bilden 8 Ordnungen. Diese umfassen Engelhaie, Sägehaie, Sechs- und Siebenkiemerhaie, Stierkopfhaie oder Hornhaie, Dorn- oder Stachelhaie, Grundhaie, Ammenhaie und Makrelenhai-Artige

Evolutionäres Alter: Haie sind 400 Millionen Jahre alt, stellen aber keine "lebenden" Fossilien dar, sondern eine perfekt angepasste und mit vielen speziellen Merkmalen ausgestattete Tiergruppe.

Lebenserwartung: Haie werden relativ alt, z.B. Weiße Haie 60 Jahre, Walhaie 70 Jahre und Dornhaie 100 Jahre.

Ernährung: Es gibt friedliche Haie, die als Planktonfiltrierer die Meere durchkämmen wie Riesenhaie, Walhaie und Riesenmaulhaie. Die anderen Haiarten sind aktive Fleisch fressende Beutegreifer. Das reichhaltigste Beutespektrum hat der Tigerhai, der "Müllschlucker" im Meer.

Fortpflanzung: Haie werden spät geschlechtsreif, der Blauhai mit 6 Jahren, der Dornhai zwischen 20 und 30 Jahren und der Sandbankhai mit 30 Jahren. Die meisten Arten erreichen diese Reife im Alter von 10-12 Jahren. Dies hängt mit der Wachstumsgeschwindigkeit der Tiere zusammen. Grönlandhaie haben einen Längenzuwachs von nur 5 mm pro Jahr! 20 % aller Haiarten sind Eier legend. Bei 40 % entwickeln sich die Jungtiere in den Eiern im Mutterleib, alle anderen Arten sind lebend gebärend.
Die Tragzeit liegt zwischen 9 und 42 Monaten. Haie haben pro Wurf 2-60 Nachkommen. Spitzenreiter ist der Blauhai.

Größe und Gewicht: Der weitaus größte Teil der Haiarten ist kleinwüchsig. Der Zwerg unter ihnen ist eine Katzenhaiart mit einer Länge von 15 cm.
Rekordhalter ist der Walhai mit 15 Metern, auch was das Gewicht anbelangt. Er bringt 12,5 Tonnen auf die Waage. Der größte aktive Beutegreifer ist der Weiße Hai mit 7 Metern Länge und einem Gewicht von 3,5 Tonnen.

Lebensraum: Haie besiedeln fast alle Ökosysteme der Meere. Einige Arten dringen auch in Brackwasser und Süßwasser vor, wie der Gemeine Grundhai und der Ganges-Hai.
Die meisten Haie leben in oberflächennahen Gewässern. Es gibt aber auch Tiefseeformen. Der Kleine Leuchthai dringt in Tiefen von 3500 Metern vor.
Der Kältespezialist ist der Grönlandhai (Eishai). Der Kosmopolit unter den Haien ist der Blauhai.

Nutzung: Am Hai bedient man sich wie im Supermarkt. Flossen, Haut, Leber, Fleisch und Knorpel werden einer vielfältigen Verwertung zugeführt. Die Fangmenge beträgt 100 Millionen Haie pro Jahr.
Mehr als 10 Arten sind vom Aussterben bedroht, über 80 Arten sind in Ihren Beständen gefährdet. Mittlerweile sind Walhaie, Weiße Haie und Riesenhaie unter Schutz gestellt.